Elektronische Zustellung

Einleitung

Dieses Dokument gibt einen Überblick über alle Bereiche und erklärt deren Koordination. Weiters beschreibt es alle normativen und nicht-normativen Dokumente, die in diesem Umfeld angesiedelt sind und führt alle zum Einsatz gelangenden Spezifikationen an.

Was ist die elektronische Zustellung?

Die elektronische Zustellung soll allmählich die papierbasierte Kommunikation "Behörde an Bürger" ersetzen. Ein großer Teil der von Behörden ausgehenden Kommunikation verlangt, daß das Zustellstück nachweislich (nur) an den Empfänger übergeben wird. Bisher mußten diese als RSa oder RSb versandt werden. Die elektronische Zustellung bedient sich einer "qualitätsvollen Identifikation" des Empfängers um die Übergabe an den richtigen Empfänger sicherzustellen. Außerdem soll die Privatsphäre des Bürgers besonders geschützt werden. Deshalb scheidet konventionelle E-Mail als Kommunikationsmittel aus.

Die elektronische Zustellung verfügt über die Möglichkeit der verschlüsselten Kommunikation und liefert Zustellnachweise an die absendende Behörde. Dazu bedient sich die elektronische Zustellung sogenannter Zustelldienste, auf denen Bürger virtuelle elektronische Postfächer einrichten können. Will eine Behörde an den Bürger Franz Huber zustellen, befragt sie den Zustellkopf(ein Verzeichnis aller angelegter elektronischer Postfächer) ob der Bürger Franz Huber auf einem Zustelldienst eine Postfach besitzt. An dieses Postfach wird dann zugestellt.

Die Zustelldienste werden (mit Ausnahme des Prototypen) nicht von Behördenseite betrieben, sondern von privaten Unternehmen/Organisationen die sich erfolgreich um eine Lizenz beworben haben. Bürger können auf einem Zustelldienst ihrer Wahl ein Postfach eröffnen. Um sich gegenüber dem Zustelldienst auszuweisen, können Bürger die Bürgerkarte oder die A1-Bürgerkarte (Handy Bürgerkarte) benutzen.

Trifft ein Zustellstück auf dem Zustelldienst ein, wird der Empfänger vom Zustelldienst darüber verständigt (z.B. per E-Mail oder SMS). Daraufhin öffnet der Bürger die Website seines Zustelldienstes und authentifiziert sich dort mit seiner Bürgerkarte (oder A1-Bürgerkarte). In seinem Postfach sieht er die eingelangten Zustellstücke. Befinden sich dabei Zustellungen mit Empfangsbestätigung, so muss der Bürger den "Empfang quittieren", in dem er die Empfangsbestätigung digital signiert. Danach können die Zustellstücke per Download oder E-Mail-Versand bezogen werden. Der Zustelldienst verständigt die Behörde über die erfolgreiche (oder auch nicht erfolgreiche) elektronische Zustellung.

Überblicksdarstellung der elektonischen Zustellung

Welche Komponenten gibt es in der elektronischen Zustellung?

Die im vorigen Abschnitt vereinfachte Darstellung des Schrittes "Behörde gibt ein Zustellstück beim Server ab" zerfällt bei genauerer Betrachtung in mehrere Einzelschritte:

Dabei werden diverse bestehende Applikationen/Module verwendet:

Diese teilweise recht komplexen Schritte können in ihrer Gesamtheit an das darauf spezialisiertes Modul MOA-ZSübertragen werden.

Folgenden Grafik zeigt die Zustellung ohne MOA-ZS:

Zustellung ohne MOA-ZS: Die Applikation muß alle externen Module selbst bedienen.

In folgender Abbildung ist die Zustellung mit dem Modul MOA-ZS illustriert.

Zustellung via MOA-ZS: die interaktion mit externen Modulen ist durch MOA-ZS gekapselt.

Dokumente

Um einen detaillierteren Überblick über die elektronische Zustellung zu gewinnen, sind folgende Dokumente hilfreich.

Informationen

CIO Homepage

http://www.cio.gv.at/it-infrastructure/delivery

Spezifikationen

http://reference.e-government.gv.at

Ansprechpartner

Zustellung, Zustellkopf, Moa-ZS

DI Peter Reichstädter