Fragen und Antworten



Bei technischen Fragen, Fragen zum Datenschutz sowie Fragen zur Bedienung, die hier nicht beantwortet werden,
wenden Sie sich bitte per e-mail an support-zustellung@brz-zustelldienst.at

Wie kann man sich bei einem Zustelldienst anmelden?

Unter https://www.brz-zustelldienst.at wird bei einer erstmaligen Anmeldung automatisch der Registrierungsdialog gestartet.
Nach Bekanntgabe und Bestätigung der E-Mail-Adresse wird die Person in das Verzeichnis des Zustelldienstes eingetragen.
Ab diesem Zeitpunkt können elektronische Schriftstücke empfangen werden.


Welche Kosten fallen für den Empfänger an?

Für den Empfänger ist dieser Dienst kostenlos.


Was wird zum Empfang elektronischer Zustellungen benötigt?

Zur elektronischen Zustellung wird eine Personenbindung gemäß E-Government Gesetz benötigt. Eine gesetzeskonforme Personenbindung befindet sich auf jeder Bürgerkarte (Chipkarten mit sicherer oder Verwaltungssignatur, aber auch Mobiltelefonen).
Weiters muss der Empfänger über eine elektronische Adresse verständigbar sein.


Wie ermittelt der Absender, ob ich elektronisch erreichbar bin?

Es gibt drei mögliche Arten, wie ein Absender das zentrale Adressbuch, den Zustellkopf, abfragen kann, um die elektronische Erreichbarkeit einer Person zu prüfen:

Nicht jede Behörde hat Zugriff auf das bPK einer Person, deshalb sollten, um die Erreichbarkeit bei der elektronischen Zustellung zu erhöhen, die angegebene E-Mail-Adresse sowie die hinterlegte Anschrift mit den Daten übereinstimmen, welche den jeweiligen Behörden zur Verfügung stehen. Idealerweise stimmt die Schreibweise auch mit der Schreibweise im Zentralen Melderegister überein.


Wie oft kann ein und dieselbe Sendung abgeholt werden?

Eine elektronisch zugestellte Sendung kann beliebig oft abgerufen werden.
Das Schriftstück wird allerdings nur 14 Tage lang ab dem ersten Downloadversuch bzw. der elektronischen Übernahmebestätigung bereitgehalten.


Was ist bei vorübergehender Abwesenheit zu tun?

Tragen Sie bitte eine vorübergehende Abwesenheit (z.B. Urlaub, Krankenhausaufenthalt, etc.) beim BRZ-Zustelldienst (Menüpunkt "Abwesenheitsmeldung") ein. Im Zeitraum dieser eingetragenen Abwesenheit werden Sendungen nicht elektronisch zugestellt.
Wünschen Sie, dass diese Sendungen auch nicht postalisch zugestellt werden, dann melden Sie bitte Ihre Abwesenheit auch bei Ihrem Postamt.


Wie lange ist ein an mein Postfach zugestelltes Dokument verfügbar?

In der "Verständigung über die Bereithaltung eines behördlichen Dokuments zur Abholung" finden Sie die Information "Ende der Abholfrist am ...".
Laut Zustellgesetz (§35 Abs. 4) muss ein Schriftstück nach Ablauf der gesetzlichen Abholfrist wieder aus dem Postfach entfernt werden, sofern dieses nicht angenommen wurde. Der Absender bekommt dann die Information, dass die betroffene Zustellung nicht angenommen wurde.
Angenommene Zustellungen werden, wenn nicht anders in den Einstellungen definiert, nach 14 Tagen gelöscht.


Was muss ich tun, wenn ich mein Signaturpasswort vergessen habe?

Ein Rücksetzen des Passwortes ist aus Sicherheitsgründen nicht vorgesehen. Damit ein neues Passwort vergeben werden kann, müssen Sie Ihre Bürgerkarte oder Handysignatur erneut freischalten lassen. Alle Möglichkeiten hierfür finden Sie auf den Webpages
https://www.buergerkarte.at/aktivieren-karte.html
https://www.buergerkarte.at/aktivieren-handy.html
 
Sollten Sie bereits eine Zustellung erhalten haben, die Sie aufgrund des vergessenen Passworts nicht beheben können, sollten Sie sich auch mit dem Absender des Dokuments in Verbindung setzen, denn das Dokument wird, auch wenn Sie es nicht abholen, nicht neuerlich zugestellt und eventuelle Fristen beginnen zu laufen.


Ich besitze mehrere Bürgerkarten (z.B. Bankomatkarte, e-card). Welche kann ich für den Zustelldienst verwenden?

Wie auch bei allen anderen E-Government-Anwendungen kann eine beliebige Bürgerkarte verwendet werden.
Auch die gemischte Verwendung ist beliebig möglich, da die Identifikation über die Personenbindung der Stammzahlenregisterbehörde geschieht und
daher jede Bürgerkarte zu den gleichen Daten führt.
Auch bei Verlust und Neuausstellung einer Karte ist die Identifikation wieder für alle Anwendungen möglich, da die gleiche Stammzahl entsteht.


Wie werde ich vom Vorliegen eines Zustellstückes verständigt?

Gemäß Zustellgesetz müssen Sie zweimal per E-Mail (oder einem anderen elektronischen Verständigungsmittel) verständigt werden.


Wie kann ich erkennen, dass es sich bei einer E-Mail-Verständigung tatsächlich um eine solche handelt?

Für die E-Mail-Verständigung ist in der Verwaltungsformularverordnung ein spezielles Formular vorgesehen.

Verständigungsformular 7/1

Dieses Formular ist elektronisch signiert und dadurch gegen Verfälschung gesichert.


Woher weiß der Absender, dass ich die Sendung abgeholt habe?

Sie müssen sich bei jedem Login am Zustelldienst mit Ihrer Bürgerkarte identifizieren.
Sollte eine noch nicht abgeholte Sendung vorrätig sein, so gilt diese im Moment Ihres Logins als abgeholt.
Danach wird der Absender über eben diese Abholung informiert.


Wozu braucht man einen Zustellservice? Warum bekomme ich nicht einfach eine E-Mail?

Sowohl die Sendung als auch der Empfang einer E-Mail können nicht mit hinreichender Sicherheit nachgewiesen werden.
Insbesondere RSa-Briefe, deren Erhalt oft erhebliche Rechtsfolgen nach sich ziehen, müssen gesichert zugestellt werden.
Eine solche gesicherte Zustellung nach E-Government-Gesetz bietet https://www.brz-zustelldienst.at an.


Kann ich auch verlangen, dass mir nur verschlüsselt zugestellt wird?

Sofern Sie es wünschen und Ihr öffentlicher Schlüssel bekanntgegeben wurde, ist verschlüsselt zuzustellen.


Was bringt mir die elektronische Zustellung?

Sie können unabhängig von Ort und Zeit behördliche Schriftstücke empfangen beziehungsweise abholen.
Damit sind Sie nicht mehr an die Amtsstunden eines konventionellen Zustellers gebunden.
Außerdem können Sie die zugestellten Dokumente ohne umständliches Abtippen oder Scannen gleich in Ihrer EDV abspeichern.


Bekomme ich ab meiner Anmeldung sämtliche behördliche Schriftstücke elektronisch?

Nein. Mit der Anmeldung zum elektronischen Zustelldienst schaffen Sie für sich die bequeme Option, behördliche Schriftstücke grundsätzlich auch auf elektronischem Wege erhalten zu können.

Eine solche elektronische Zustellung von behördlichen Schriftstücken erfolgt im konkreten Einzelfall jedoch nur, wenn auch die das Schriftstück versendende Behörde die elektronische Zustellung unterstützt bzw. diese im konkreten Verwaltungsverfahren angewendet wird.

Zwar existiert grundsätzlich die rechtliche und technische Möglichkeit der elektronischen Zustellung schon seit 2004, aber viele Behörden (etwa Gemeinden) haben noch nicht die technische Infrastruktur für eine elektronische Zustellung geschaffen.

Eine rechtliche Verpflichtung der einzelnen Behörde, sich dem System der elektronischen Zustellung anzuschließen, besteht nicht. Im Sinne eines sukzessiven Ausbaus des Services werden immer mehr Behörden die Möglichkeit der elektronischen Zustellung in ihre technischen Applikationen integrieren. Der Prozess ist ein steter, aber leider auch eine Entwicklung, die nicht gleichsam "über Nacht" erfolgt.

Die elektronische Zustellung ist also ein zusätzliches Service, das neben der herkömmlichen Papierzustellung besteht, diese jedoch nicht verdrängt oder zur Gänze ersetzen kann. Auf der einen Seite ist es die Entscheidung der Bürgerin bzw. des Bürgers, sich für die elektronische Zustellung anzumelden und somit grundsätzlich die "Empfangsbereitschaft" zu dokumentieren, was Voraussetzung dafür ist, dass überhaupt an den Bürger bzw. die Bürgerin eine elektronische Zustellung mit Zustellnachweis erfolgen darf. Auf der anderen Seite ist es ausschließlich die Entscheidung der Behörde, welche Form der Zustellung sie im Einzelfall als zweckmäßigste wählt (so muss etwa eine Behörde für eine "Papierzustellung" gemäß den Bestimmungen des Zustellgesetzes nicht die Post in Anspruch nehmen, sondern kann diese auch selbst vornehmen oder eine andere Behörde oder auch jene Gemeinde, in deren örtlichem Zuständigkeitsbereich die Abgabestelle liegt, mit der Zustellung betrauen). Ein elektronischer Zustelldienst kann diese Entscheidung nicht beeinflussen.


Wo finde ich Informationen zur Sicherheit der Bürgerkarte?

Detaillierte Informationen zur sicheren Verwendung von Bürgerkarte und Handysignatur finden Sie unter der Seite https://www.buergerkarte.at/.
Die Webseite https://www.buergerkarte.at/ wird vom "A-SIT Zentrum für sichere Informationstechnologie - Austria" in Zusammenarbeit mit dem Bundeskanzleramt Österreich und dem "IAIK - Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie" zur Verfügung gestellt.


Welche Behörden haben die Möglichkeit, elektronisch zuzustellen?

Mehr als 300 Gemeinden, die Städte, Bezirkshauptmannschaften, Länder, Ministerien; alle Finanzämter; die Bezirksgerichte, Landesgerichte, Landesverwaltungsgerichte, Oberlandesgerichte, der Oberste Gerichtshof, das Bundesverwaltungsgericht, der Verwaltungsgerichtshof, der Verfassungsgerichtshof, das Arbeits- und Sozialgericht Wien, das Handelsgericht Wien; die Staatsanwaltschaften; die Landesschulräte; die Sozialversicherungsanstalt der Bauern, Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft, der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, die Pensionsversicherungsanstalt, die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau, die WGKK, AUVA, BVA; Bundespolizeidirektion Wien, die Landespolizeidirektionen; Agrarmarkt Austria, AMS, Ärztekammer, Zentrales Melderegister, Bundesdenkmalamt, Bundesimmobiliengesellschaft, Bundessozialamt, Energie-Control Austria, Datenschutzbehörde, Heerespersonalamt, Karl-Franzens-Universität Graz, Landesmuseum Kärnten, Rundfunk und Telekom Regulierungs GmbH, Sozialministeriumservice, Unabhängiger Verwaltungssenat.


Wie kann ich mein Postfach auflösen?

Sie können Ihr Postfach mit Klick auf die Menüpunkte "Einstellungen" > "Zustellpostfach auflösen" jederzeit kündigen.
Die Kündigung des Postfachs wird ebenso wirksam, wenn Sie einen unterzeichneten, formlosen Brief mit Kopie Ihres Reisepasses oder Personalausweises postalisch oder gescannt per E-Mail an uns senden.
Wir werden dann Ihr Postfach nach Ablauf der Abholfristen aller aktuellen Zustellungen auflösen.
Beachten Sie bitte, dass durch die Auflösung Ihres Zustellpostfachs sämtliche eventuell vorhandenen Zustellungen dauerhaft und unwiederbringlich gelöscht werden.

Falls Sie Ihr Postfach nur für einen begrenzten Zeitraum deaktivieren möchten, können Sie alternativ auch eine Abwesenheitsmeldung einrichten (Klick auf Menüpunkt "Abwesenheitsmeldung").